Busterminal Schaan

Liechtenstein, Schaan

  1. Projekt
    1. Busterminal Schaan
  2. Bauherr
    1. Land Liechtenstein
  3. Typ
    1. Siedlungsplanung
  4. Jahr
    1. 2005-2010
  5. Awards
    1. 1. Rang Projektwettbewerb

Modell

Modell

Details

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Situation

Grundriss

Schnitt

Making-of

Making-of

Making-of

Making-of

Making-of

16 Buslinien

transportieren jährlich 5.5 Mio. Fahrgäste durch Liechtenstein.

20’000 Fahrzeuge

passieren täglich den Verkehrsknotenpunkt.

Mit einem Wort: indem es mit Ideen in Gemeinschaft kommt, verliert alles Wirkliche seinen Ernst, weil es klein wird, und indem es mit der Empfindung zusammen trifft, legt das Notwendige den seinigen ab, weil es leicht wird.*

In der Dreiecks-Form verbindet sich die Zyklizität von Aufbrechen, Unterwegs sein und Ankommen mit dem Schaffen von Orientierung im Raum. Der höchst funktionale Bau wird durch die blaue Bodenfarbe zur Verkehrsinsel, zum Sehnsuchtsort auf hoher See, geerdet durch ein Deck mit Himmelsblick. Eingebettet zwischen Künstlichkeit und Natürlichkeit kann das Spiel beginnen.

Will man zur Steigerung der Wertschätzung öffentlicher Verkehrsmittel beitragen, muss ein Entwurf nicht nur funktional überzeugen, sondern die intendierte Haltung auch ästhetisch vermitteln. Er muss einen Ausdruck finden für den Eindruck, den man hinterlassen will. Bei diesem Busterminal dient das Licht als verbindendes Element bis hin zur Tiefgarage. Eine runde Dachöffnung ermöglicht ungewöhnliche Offenheit und der Eindruck, sich ohne Widerstände und auf dem kürzesten Weg zwischen den Bussen bewegen zu können, trügt nicht. Ist der Busbahnhof als „Anfang“ in Bezug auf die Ortskernentwicklung angelegt, kann sich die Weiterentwicklung auf dem unbebaut belassenen Postplatz vollziehen.

*FRIEDRICH SCHILLER, UEBER DIE ÄSTHETISCHE ERZIEHUNG DES MENSCHEN. [2. TEIL; 10. BIS 16. BRIEF.] IN: FRIEDRICH SCHILLER (HRSG.): DIE HOREN, BAND 1, 2. STÜCK. TÜBINGEN, 1795, S. 85