Italienische Brücke

Schweiz, Chur

  1. Projekt
    1. Plessur Brücke
  2. Bauherr
    1. Gemeinde Chur
    2. Bänziger und Partner
  3. Typ
    1. Erschliessung
  4. Jahr
    1. 2018-2020
  5. Awards
    1. 1. Rang Projektwettbewerb

Auf einem filigranen Steg über die Plessur wandern

Auf einem filigranen Steg über die Plessur wandern

Details

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Situation

Längsschnitt

Querschnitt

Making-of

Making-of

Making-of

Making-of

91 Meter

überragte die Spitze des mobilen Krans den Boden.

27 Tonnen

wog das schwerste der gesamt 175 Tonnen Baustahlelemente.

850 Namen

wurden als Vorschlag der Bevölkerung eingereicht. Durchgesetzt hat sich „Italienische Brücke“.

Die Brücke schwingt sich leicht und kräftig über den Strom. Sie verbindet nicht nur schon vorhandene Ufer. Im Übergang der Brücke treten die Ufer erst als Ufer hervor. […] Die Brücke lässt dem Strom seine Bahn und gewährt zugleich den Sterblichen ihren Weg, dass sie von Land zu Land gehen und fahren. Brücken geleiten auf mannigfache Weise.*

Diese schlanke Brücke über die Plessur ist, was sie ist. Sie verbindet die Ufer zweifach und gemeinsam und geht dabei nicht im Einerlei auf. Sichtbarkeit ist keine Frage von Dominanz, sondern ein Erwägen des Raumes, der entsteht, wenn das Bauen einen Ort schafft.

Der Stahlbogen hält den Fahrbahnträger auf Abstand. Er gibt Fussgängern und Fahrradfahrern den Blick auf den Fluss frei und befreit sie aus dem bisherigen Korsett zu enger Fahrradwege. Beinahe unsichtbar zu sein und scheinbar freischwebend, das ist die filigrane Antwort auf die komplexe Frage nach der Integration in die Umgebung. Die leicht gekrümmte Fahrbahn verläuft unter dem Bogen beim Scheitel und neben den Viertelpunkten, ohne diese zu berühren.

*MARTIN HEIDEGGER, BAUEN WOHNEN DENKEN, IN: MARTIN HEIDEGGER, GESAMTAUSGABE, HRSG.: F.-W. VON HERRMANN, BAND 7, VORTRÄGE UND AUFSÄTZE, FRANKFURT AM MAIN: KLOSTERMANN, 2000, S. 147