Villa Elkana

Schweiz, Chur

  1. Projekt
    1. Villa Elkana
  2. Bauherr
    1. Privat
  3. Typ
    1. Sanierung
  4. Jahr
    1. 2015-2017

Vorher

Vorher

Vorher

Details

Details

Details

Details

Details

Situation

Erdgeschoss

Schnitt

Südfassade

Ostfassade

Making-of

Making-of

Making-of

1905

wurde die Villa im Auftrag des Komponisten Karl Köhl erbaut

Elkana

bedeutet „von Gott gegeben“

Da kommen sie mir nun alle mit ihrer Lebenskunst und haben bloss die Kunst, aber nicht mich. Nur in mir würden sie die Kunst finden können, aber wenn sie sie fänden, würden sie sie gar nicht mehr so nennen. Ich soll sie nicht mehr unglücklich machen dürfen, aber wie können sie dann je glücklich werden, wie können sie dann je fühlen, was Glück ist, da doch Glück von Unglück so wenig zu trennen ist wie Licht vom Schatten, die einander bedingen?*

Die Villa Elkana wurde von Gott gegeben, so sagt es der Fassadenschriftzug. Ein Gesamtkunstwerk aus dem Jugendstil, das im Laufe des letzten Jahrhunderts jeweils den Interpretationen der unterschiedlichen Besitzer in Bezug auf die Verknüpfung von Kunst und Leben ausgeliefert war und dabei Komposition und Glanz verlor.

Eben dieses Ganze der ursprünglichen Komposition mit allen künstlerischen Details, die oftmals nur zu vermuten waren und doch immer sich zeigten, Schicht für Schicht wiederherzustellen und mit dem Leben einer fünfköpfigen Familie nebst Haustieren zu verknüpfen, das war der Wunsch des neuen Besitzers und Architekten Michael Schumacher.

Der Ursprungszustand des Hauses musste durch Recherchen rekonstruiert werden, bevor er im Rahmen einer Totalsanierung weitestgehend wiederhergestellt werden konnte. Mit jedem Detail wurde der Schöpfungsgedanke wieder lebendig. Dieser hochsensible Umgang mit Altsubstanz ist heute kaum mehr zu finden. Umso schöner, dass dadurch alte Baukultur noch viele Jahre erhalten werden kann.

*ROBERT WALSER, DER RÄUBER, S. 111